Bewegung bei den Zeitschriften für Kartellrecht

Das neue Jahr bringt Änderungen:

WRP

Die WRP gibt sich einen wissenschaftlichen Beirat, der z.Z. aus Prof. Büscher (BGH), Prof. Hacker (BPatG), Hess (KG), Prof. Leible (Bayreuth) und Münker (Wettbewerbszentrale) besteht.

NZKart

C.H.Beck bringt die Neue Zeitschrift für Kartellrecht an den Start. Das Editorial kündigt Praxisnähe, Aktualität und Vielfalt an:

Unzählige Initiativen aus den Kartellrechtszentren dieser Welt bringen immer wieder neue Gesetzgebungsvorhaben, Harmonisierungsbemühungen, Optimierungsversuche und auch konkrete Ermittlungsverfahren und Untersuchungen zutage, die eine aufmerksame und kritische Begleitung erforderlich machen.

Hierfür möchte auch die NZKart ein Forum bieten. Sie wird herausgegeben von Vertretern der Wissenschaft – Prof. Ackermann (LMU), Prof. Bien (Würzburg), Prof. Körber (Göttingen), Prof. Schwalbe (Hohenheim) und Prof. Schweitzer (Mannheim); der Verwaltung – Bulst (Kommission) und Ost (BKartA); der Gerichte – Bacher (BGH), Diettrich (EuG) und Kühnen (OLG Düsseldorf); und der Anwaltschaft – Prof. Bach (Oppenländer), Prof. Bechtold (Gleiss), Esser (Freshfields), Mäger (Hengeler) und Westermann (Nörr). Die Schriftleitung liegt bei Brinker (Gleiss).

Ich bin gespannt, wie sich das neue Blatt thematisch positionieren wird. Im ersten Heft schreibt Brinker über die Zukunft des Kartellrechts. Prof. Bien eruiert Perspektiven für eine europäische Gruppenklage bei Kartellverstößen, Prof. Maik untersucht die kartellrechtlichen Grenzen der öffentlich-rechtlichen Gebührenerhebung und Konrad Ost diskutiert die Aufsichtspflichten im Konzern und die 8. GWB-Novelle. Der Rechtsprechungsteil bringt u.a. den EuGH zu Gosselin und das EuG zu Shell.

WuW

Frau Jüttner-Kramny wird noch das Sonderheft der WuW zur 8. GWB-Novelle betreuen und dann in den Ruhestand treten. Sie ist seit über 20 Jahren Mitherausgeberin und seit 1991 für die Schriftleitung zuständig.

Der Verlag weist darauf hin, dass sich Frau Jüttner-Kramny in dieser Zeit um rund 1.150 Abhandlungen und Kommentare gekümmert hat. Dass “viel Liebe und Sorgfalt in diese Arbeit geflossen sind”. Ich habe Frau Jüttner-Kramny bei meinem ersten Besuch einer Arbeitstagung der Studienvereinigung kennengelernt, als blutiger Anfänger. Inmitten der Großen und Nochgrößeren war sie sich für ein freundlichen Gespräch nicht zu schade. Ich wünsche ihr, dass sie ihren wohlverdienten Ruhestand in Gesundheit und mit froher Laune genießen kann.

Prof. Pohlmann (Münster) hat zum Januar 2013 die Schriftleitung übernommen. Sie, Prof. Zimmer (Bonn) und Kirchhoff (BGH) werden Mitherausgeber, neben Prof. Ehricke (Köln), Prof. Haucap (Düsseldorf), Herrn Mundt (BKartA) und Prof. Schroeder (Cleary). Damit dürfte das Durchschnittsalter des Herausgeberkreises bei dem der NZKart liegen.

PS

Wie wahr:

Kommentare

Ihr Kommentar?

Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *