Fusionskontrolle 2012

Gestern der Jahresrückblick Kartelle, heute zur Fusionskontrolle im Jahr 2012.

Insgesamt kein ungewöhnliches Jahr. Vielleicht mit Ausnahme der 3. Beschlussabteilung des Kartellamts, die neben der Chemie und dem Textilgewerbe insbesondere für den Gesundheitsbereich zuständig ist. Sie hatte in der 2. Phase zwei Untersagungen (eine weitere auf Grundlage des Kartellverbots), eine Rücknahme und drei Freigaben (davon eine unter Auflagen). Zwei weitere Hauptprüfverfahren laufen dort noch. Die meisten dieser Verfahren betrafen bzw. betreffen den Gesundheitssektor.

Damit dürfte der Bereich Healthcare der Schwerpunkt der fusionskontrollrechtlichen Intervention des Jahres 2012 gewesen sein.

Kartellamt

Das Amt hatte im Jahr 2012 “rund 1200″ Anmeldungen, sagt das Amt. 2011 waren es “über 1100″, sagte das Amt.

Im Jahr 2012 gingen 21 Zusammenschlüsse in die Phase II (1,8 % der Anmeldungen). Es gab vier Untersagungen (0,3 % der Anmeldungen bzw. 19 % der Hauptprüfverfahren), vier Rücknahmen und eine Freigabe unter Auflagen, insgesamt also 13 Freigaben (62 % der Hauptprüfverfahren). Bei den Untersagungen handelte es sich um Klinikum/Hochstift Worms und Lenzing/Kelheim (beide B3), Haspa/Kreissparkasse Lauenburg (B4) und Xella/H+H (B1).

Kommission

Die Kommission hatte (bis November) 270 Anmeldungen, nach 309 im letzten Jahr.

Acht Verfahren gingen in die 2. Phase (3 % der Anmeldungen). Es gab eine Untersagung, Deutsche Börse/NYSE (0,4 % der Anmeldungen bzw. 13 % der Phase II-Verfahren). Von den Freigaben unter Auflagen ergingen neun in Phase I und fünf in Phase II.

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