Dass Kommunikation heute viele und dabei viele neue Wege geht, das stimmt selbst für das Kartellrecht mehr und mehr. Auf ein Beispiel blicken Sie eben, diesen Blog.
CPI, ein elektronisches Journal für Kartellrecht, hat in der aktuellen Ausgabe Videos der Enforcer zu kartellrechtlichen Themen gesammelt [really, how on earth]. Die allermeisten davon sind nicht neu, manche kennen Sie aus dem Kartellblog. Aber die Länge der Sammlung zeigt schön, wie viel Energie auf Seiten der Kartellbehörden weltweit in die Vermarktung des Kartellrechts und seiner Anwendung geht. Die Behörden dürfen in der Sammlung erklären, was sie sich dabei dachten, und sie sprechen zuweilen auch über den ROI.
Warum Filmchen?
CPI meint zu den Behördenfilmen:
Competition policy can be involved, intricate, and complicated—but it needs to be taught. Hopefully, this film festival will communicate some ideas on how to do so effectively and enjoyably.
“Needs to be taught” — ich bin mir da nicht rundum sicher. Was ist der Markt für derartige Filmchen, so nett sie anzusehen sind? Einige richten sich gezielt an Kinder, warum?
Anschluss an das Web 2.0? Damit ist es jedenfalls dann nicht weit her, wenn das Video nur auf der Webseite der Behörde und ohne Kommentarfunktion angesehen werden kann. Und in Zielrichtung Konsumenten können solche Produktionen Erwartungen wecken, die das Kartellrecht — auch aus Sicht der Behörden — weder erfüllen will noch kann. Einen guten Zweck können sie im Compliance-Training erfüllen, das ist richtig (gerade deswegen, weil nicht wenigen der Schlüsselbotschaften dieser Videos von der Behördensicht gepägte Lesarten des Kartellrechts zugrundeliegen).
Sehen Sie selbst, hier geht’s zum “CPI Film Festival”.
PS
Nicht bei CPI, aus der Kategorie “oops”, hier.
Bei Minute 1:20.

Dank für den Link zu Chillin’. Die glauben also wirklich, dass sich das Internet um sie dreht. Die sitzen auf der einsamen Insel, auf die sie sich selbst gesetzt haben.– Ich habe Videos in der Schulung mit Erfolg eingesetzt. Viele sind leider zu lang dafür.