Wenn Ihnen der Titel Hoffnung auf einen Kotau macht, wird dieser Artikel Sie enttäuschen. Für Lobhudelei gibt es zu viele Dinge im und um das Amt, die ich nicht verstehe oder für merkwürdig bis unrichtig halte. Dem Amt gefällt nicht alles, was die Anwaltschaft so treibt, und der Anwaltschaft gefällt nicht alles, was das Kartellamt so treibt. So funktioniert das Spiel, und es entsteht zu Recht der Eindruck hochkritischer wechselseitiger Befassung.
Big picture? Vergleichen Sie, zwei Snapshots aus der täglichen Arbeit. Letzte Woche wies die Kartellbehörde der Ukraine eine Fusionsanmeldung zurück, weil Local Counsel für eine bestimmte Produktgruppe einen statistischen Produktcode nicht angegeben hatten, in Übereinstimmung mit Verlautbarungen der Behörde aus der Vergangenheit zu derartigen Fällen. Eine Produktgruppe, die die Beteiligte bereits im letzten Jahr nicht mehr verkauft hat. Zurück auf Start, gehe nicht über Los. Anderes Beispiel: In China ging eben ein Filing in Phase 2, weil sich ein lokaler Interessenverband bei der Behörde beschwert hat. In Bezug auf eine Tansaktion, die zu einem gemeinsamen Marktanteil von ca. 19 % führt (Inkrement: 2 %). OK, Sie wenden ein, dass derzeit nahezu alle Anmeldungen in China in das Hauptprüfverfahren rutschen. Trotzdem lästig und für das Unternehmen sehr teuer. (Ich habe aus Gründen, die Sie verstehen, zwei Beispiele gewählt, an denen wir nicht unmittelbar beteiligt sind.)
Sie sagen: Aber das versteht sich von selbst, dass das Kartellamt seinen Job besser macht als ein Anti-Monopoly Office der Ukraine oder eine chinesische MOFCOM. Eben, sehe ich auch so, und so steht’s hier nun geschrieben.

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