Benjamin Kohnke: Vorstellung “Studienkreis Wettbewerb und Innovation“

Kennen Sie die Institute, Forschungszentren und akademischen Verbünde, die sich mit Kartellrecht beschäftigen? Heute stellt Benjamin Kohnke, wiss. Hilfskraft am Lehrstuhl Prof. Thomas (vormals Prof. Möschel), Universität Tübingen, und Koordinator des “Studienkreis Wettbewerb und Innovation” ebendiesen vor.

Der Studienkreis „Wettbewerb und Innovation“ ist ein im Frühjahr 2009 an der Eberhard Karls Universität Tübingen gegründeter Zusammenschluss von Juristen und Ökonomen, der sich mit aktuellen Entwicklungen in den Bereichen Wettbewerbsrecht, Wettbewerbstheorie und Wettbewerbspolitik beschäftigt.

Zu den Mitgliedern des Studienkreises zählen überwiegend aktuelle und ehemalige Mitarbeiter, Doktoranden und Habilitanden des Lehrstuhls Möschel, seines Nachfolgers Thomas an der Universität Tübingen sowie des Lehrstuhls Bien an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Als Wissenschaftler und Hochschullehrer sind sie an renommierten europäischen Universitäten und For­schungs­ein­­richtungen tätig. Die praktischen Erfahrungen der beteiligten Richter, Anwälte, Unter­­neh­mens­­­­­juristen, Berater und Mitarbeiter nationaler und europäischer Wettbewerbsbehörden ge­währ­leis­ten die Rück­kopp­lung mit der Praxis der deutschen und europäischen Kar­­tell­rechts­an­­wen­dung. Die Ein­bin­­dung junger Ökono­men spiegelt den inter­disziplinären Anspruch des Studienkreises wider. Daneben bereichern auch externe Referenten und eingeladene Gäste die Veranstaltungen des Studienkreises.

Die Anfänge des Studienkreises reichen in das Jahr 2004 zurück. Als jour fixe führte er die damaligen Mitarbeiter des Tübinger Lehrstuhls Möschel zusammen. Er bot Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und eigene Forschungen im im kleinen Kreis zu präsentieren. Einige Jahre später, nach seiner Rückkehr an den Lehrstuhl Möschel aus dem Ausland institutionalisierte Prof. Dr. Florian Bien das von ihm ins Leben gerufene interne Lehrstuhltreffen zum heutigen Studienkreis.

Den intimen Charakter hat sich der Studienkreis bis heute erhalten. Die Teilnahme an den vom Studienkreis organisierten Vorträgen und Studientagen ist den Mitgliedern sowie ausgewählten Gästen vorbehalten. Die Begrenzung der Teil­nehmerzahl pro Veranstaltung auf 35 hat sich im Hinblick auf Niveau und Intensität der Diskussionen be­währt. Nicht zuletzt dient diese Begrenzung auch dem Schutz einer gewissen Vertraulichkeit der Gespräche. Zwischen vielen langjährigen Mitgliedern haben sich mittlerweile freundschaftliche Beziehungen gebildet.

Ebenfalls unverändert geblieben ist ein zentrales Anliegen des Gründers, Prof. Bien. Die Einladung interessierter und begabter Studierender, in der Regel Mitarbeiter der beteiligten Lehrstühle, zu den Veranstaltungen des Studienkreises erlaubt es den Nachwuchsjuristen einen frühen Einblick in die Welt des Kartellrechts zu nehmen. Anschließende Praktika, häufig in den Sozietäten der teilnehmenden Praktiker helfen, den Eindruck zu vertiefen. Beides erleichtert die Entscheidung für eine entsprechende Spezialisierung schon im Rahmen der universitären Schwerpunktausbildung nicht unwesentlich.

Die Mitglieder des Studienkreises kommen an bis zu zwei Studientagen im Jahr sowie vereinzelten Themenabenden zusammen. Die bisherigen Studientage behandelten die Themen „Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung“ (14. März 2009), „Kartellrechtsdurchsetzung durch private Schadensersatzklagen?“ (25. September 2009) – die Referate wurden in einem Tagungsband veröffentlicht –, „Kartellrecht und Globalisierung“ (9. April 2010) sowie das „Kartellrecht auf Innovationsmärkten“ (22. Oktober 2010).

Der bevorstehende 5. Studientag im Oktober 2011 wird sich in Würzburg mit dem „Kartell­buß­geld­recht“ befassen. Referieren werden Dr. Rainer Becker, LL.M., Europäische Kommission, Dipl.-Vw. Eckart Bueren, MPI Hamburg, Dr. Karl Friedrich, LL.M. Tax, Bundeskartellamt, Anne Kren­zer, Conseil de la concurrence, Dipl.-Vw. Dr. iur. Wolfgang Nothelfer, PwC Economics, und Prof. Dr. Stefan Thomas, Universität Tübingen.

Finanzielle Unterstützung erfährt der Studienkreis durch CMS Hasche Sigle, Gleiss Lutz, Oppenländer sowie PwC Economics.

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