“Post formats” für WordPress (Genesis) – Trouvaillen für Kartellblog.

Das wollte ich zu den Trouvaillen noch loswerden:

Ich nutze dafür eine Funktion, die es in WordPress bereits seit Version 3.1 vom Februar 2011 gibt, die Post-Formats. Damit kann man Artikeln ein bestimmtes Design zuweisen und bestimmte Angaben entfernen oder umgruppieren, die in Artikeln andernfalls standardmäßig erscheinen: insbesondere die Überschrift, das post meta (die Angaben direkt unter der Überschrift) und das post info (die Angaben nach dem Artikel). Damit sehen diese Artikel schlanker aus und eignen sich gut für Multimedia.

Das ging so:

Functions.php

Man schält in der functions.php die Formatvorlagen, die man nutzen möchte, für das Blog frei. Es gibt Formate für aside, gallery,  link, image, quote, status, video, audio und chat. Ich verwende vier davon, für die der Code so aussieht (wie Sie sehen, stammt mein Theme von Genesis, dazu weiter unten):

/** Add support for post formats */
add_theme_support( ‘post-formats’, array(‘image’, ‘link’, ‘quote’, ‘video’ ) );
add_theme_support( ‘genesis-post-format-images’ );

Über eine einfache wenn/dann-Verknüpfung legt man in der functions.php fest, welche Funktionen die post formats bedienen sollen:

/** Remove elements for post formats */
add_action( ‘genesis_before_post’, ‘lifestyle_remove_elements’ );
function lifestyle_remove_elements() {

if ( ! current_theme_supports( ‘post-formats’ ) )
return;

// Remove if post has format
    if ( get_post_format() ) {
        remove_action( ‘genesis_post_title’, ‘genesis_do_post_title’ );
        remove_action( ‘genesis_before_post_content’, ‘genesis_post_info’ );
    }

// Add back, as post has no format
    else {
        add_action( ‘genesis_post_title’, ‘genesis_do_post_title’ );
        add_action( ‘genesis_before_post_content’, ‘genesis_post_info’ );
        add_action( ‘genesis_after_post_content’, ‘genesis_post_meta’ );
    }
}

Dann erscheint beim Schreiben eines Artikels im Back-end ein zusätzliches Fenster, in dem man das Format festlegen kann. Sofern man für den Artikel eines haben möchte, andernfalls tut man einfach nichts. Der Artikel sieht dann so aus, als ob es post formats nie gegeben hätte:

Stylesheet

Die Optik der formatierten Artikel passt man im CSS-Stylesheet an, wenn man möchte. Das funktioniert von Theme zu Theme unterschiedlich. Ich verwende Genesis/Lifestyle 2.0 von Studiopress. Dort sieht das CSS für post formats im Kartellblog. zur Zeit so aus, ohne Firlefanz:

.format-link,
.format-quote,
.format-video {
    margin: 0 0 20px;
    padding: 0 0 10px;
}

Home.php

Außerdem wollte ich die Trouvaillen auf der Startseite des Kartellblog. optisch und logisch von “normalen” Artikeln absetzen, damit sie den Lesefluss nicht zu stören.

Was Sie beim Aufruf des Blogs im Content-Feld sehen, ist bei meinem Theme die Kombination einer home.php, die Veränderungen des Standard-Loops ermöglicht, mit Widgets, die bestimmte Artikel optisch nach vorne ziehen. Bei Genesis/Studiopress heißen sie Featured Widgets, und man kann sie konfigurieren, z.B. festlegen, aus welcher Kategorie die Features gezogen werden.

Dem Widget für die Trouvaillen habe ich dieses Aussehen gegeben:

#featured-post-14 {
    background: #f5f5f5;
    margin: 20px 0 15px;
    padding: 10px 10px 2px 15px;
}

Die Trouvaillen sind im Menu verbaut, aber vom RSS-Feed per Ultimate Category Excluder ausgeschlossen.

Soweit jedenfalls das Set-up, wie Sie es zur Zeit vor sich sehen. Wie immer, Kritik und Anmerkungen sind herzlich willkommen.

Kommentare

  1. Anon meint

    Interessant obwohl ich von dieser Technik keine Ahnung habe. Ich musste mich aber erst daran gewöhnen, dass weiter unten auf der Seite auch noch was Aktuelles kommt. Und das alles während der Arbeitszeit :-)

    • meint

      Danke, aber da muss ich Sie enttäuschen.

      Ich sitze eben mit einem Espresso in der Mittagspause, insofern haben Sie recht.

      Aber i.d.R. wird “vorgeschrieben”. Man kann im Back-end für jeden Artikel einstellen, wann er online geht. Bzw. online ist er sofort, nur sichtbar ist er für Sie nicht. Ohne diesen “Trick” würde es Kartellblog. nicht geben. Meistens ist das auch so, dass ich morgens den Artikel des Tages nur noch auf Typos lese. Oft ist bekannt, was in der kommenden Woche passieren wird wie etwa beim Urteil des EuG heute Morgen. Dafür kann man Artikel am WE dann gut vorbereiten.

      Bei den Trouvaillen (die brauchen rund fünf Minuten) gab es auch das als Hintergedanken. Ich wollte im Blog einen Channel haben, in dem ich bei Gelegenheit schneller reagieren kann als mit Artikeln (bei denen geht es kaum unter einer halben Stunde).

      Aber: Danke für den Kommentar. Warum anonym?

Ihr Kommentar?

Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *