Europa und das Auto – Zahlen aus dem EU-Wettbewerbsbericht 2010

Natürlich, wir wissen das alle, selbstverständlich, keine Frage. Aber interessant ist es doch, wenn man solche Zahlen sieht. Und, ich geb’s zu, die Sache mit dem R&D-Spend war mir neu. Aus dem Mund der EU-Kommission, Generaldirektion Wettbewerb, aus dem Abschnitt “Automotive” im gestern veröffentlichten und im Übrigen ziemlich öden Jahresbericht “Competition Policy” für 2010 (Staff Working Paper):

357. Die EU ist mit etwa 18 Mio. Fahrzeugen jährlich und einem Anteil von 33 % aller weltweit eingesetzten Fahrzeuge weltweit der größte Automobilhersteller. Bezogen auf die gesamte EU werden in der Automobilindustrie knapp 1 % des BIP erwirtschaftet; in Ländern wie etwa Deutschland oder der Tschechischen Republik dagegen liegt der Anteil bei fast 3,5 %. In der EU sind mehr als 5 Mio. Arbeitnehmer direkt in der Automobilindustrie beschäftigt; 2,3 Mio. Arbeitnehmer sind bei Originalherstellern und weitere 3 Mio. bei den jeweiligen Zulieferern tätig. Insgesamt sind in der europäischen Automobilindustrie direkt und indirekt 13 Mio. Menschen beschäftigt; des entspricht einem Drittel aller Arbeitsplätze verarbeitenden Gewerbe; ist die Automobilindustrie der Sektor mit dem höchsten Investitionsvolumen im Bereich Forschung und Entwicklung (28 Mrd. EUR) und von wesentlicher Bedeutung für den Handelsbilanzüberschuss der EU.

Quelle: Arbeitsdokument der Kommissionsdienststellen begleitend zum Bericht der Kommission über die Wettbewerbspolitik 2010 {KOM(2011) 328 endgültig}

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