Das Bundeskartellamt …

… beschäftigt die Presse. Das Amt trägt sich mit dem Gedanken, unter Umständen weitere Produktgruppen in die laufenden Bußgeldverfahren im Lebensmittelhandel einzubeziehen (derzeit Süßwaren, Kaffee, Tiernahrung). Die Vorsitzende der für die Branche zuständigen Beschlussabteilung hatte am 17. Juni 2010 ausführlich berichtet.

Nun hat SPIEGEL ONLINE einen Aufmacher (“Illegale Preisabsprachen – Kartellwächter ermitteln gegen Einzelhandel”), das Handelsblatt schreibt “Kartellamt ermittelt: Supermärkte sollen Verbraucher illegal geschröpft haben”.

Das BKartA widerspricht prompt:

Das Bundeskartellamt hat die Darstellung im “Handelsblatt” zurückgewiesen, wonach die Prüfung angeblicher Preisabsprachen im Einzelhandel bald auf weitere Produktgruppen ausgeweitet werden soll. Es sei noch nichts entschieden, und es sei auch nicht unmittelbar eine Ausweitung der Untersuchungen geplant, sagte Pressesprecher Kay Weidner Dow Jones Newswires. Er könne lediglich interne Überlegungen bestätigen, die Prüfung unter Umständen auf weitere Produktgruppen auszuweiten. Der Versand von Fragebögen an weitere Unternehmen oder die Einforderung von Stellungnahmen stünden – anders als vom “Handelsblatt” behauptet – nicht kurz bevor.

Wirklich wichtig ist das nur für die Betroffenen, und die sollten’s als erste erfahren. Aber nicht aus der Zeitung, oder?

Verwandte Artikel

Ihr Kommentar

*