Schadensersatz gegen “Badewannenkartell”

Ich dachte, an dieser Bußgeldentscheidung gegen ein Kartell sei das eigentlich Neue, dass die Europäische Kommission sich über eine systematische Abarbeitung der finanziellen Schwierigkeiten der bebußten Unternehmen Gedanken gemacht hat. Der SPIEGEL tut sich jedoch schwer mit einem kartellrechtlichen Reißer und findet ihn nicht – immerhin, ein “Rekordbußgeld” soll’s gewesen sein. Er vermeldet am 23. Juni 2010 außerdem:

Der deutsche Zentralverband Sanitär, Heizung, Klima (ZVSHK) prüft nun Schadensersatzklagen. Er vertritt eigenen Angaben zufolge 30.000 Handwerksbetriebe in Deutschland.

Ob man den Vorgang gut findet oder nicht: Er ist trivial. Das “Badewannenkartell” wäre das erste Kartell, das in der schönen neuen Welt des private enforcement nicht zu dergleichen Überlegungen führen würde.

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Kommentare

  1. ich bin auch dafür, dass sich jetzt die deutsche Wirtschaft gegenseitig zerfleischt, die Kleinen gegen die Großen, die Dicken gegen die Dünnen, die Handwerker gegen die Verarbeiter, die Verarbeiter gegen die Grundstoffindustrie, nur immer feste druff, runter mit den Profiten, hinein in die Armut, in die niederen Löhne und Einkommen, hinein in die Staatsarmut. Gewinne gehören an den Pranger, Preise gehören runtergeprügelt, die Ressourcen gehören verschwendet. Billig, billig über alles. Fresst sie doch auf die Welt, die billige. Die zweite wartet schon.

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