Ich freue mich über Emails; aber nicht über alle. Über beinahe alle von Doktoranden, Assistenten, Studenten. Es gibt nur eine Kategorie von Feedback, die ich nicht beantworte. Ich kann’s mir nicht verkneifen, eine denkbare Reaktion:
Lieber Herr XYZ,
besten Dank für Ihre Nachricht “Zuspruch / Anfragen”. Ich freue mich über Lob für Kartellblog., ich bin nur ein Mensch, auch wenn das Lob mit bemerkenswerten Anfragen verbunden ist. Zu Ihren:
Oben rechts im Blog (Sie schreiben vom “Block”, aber sowas stört Blogger bekanntlich nicht) gibt es eine Volltextsuche. Sie sind Doktorand im Kartellrecht, beherrschen also die Terminologie. Wenn das Widget keine Ergebnisse auswirft, bedeutet das im Zweifel, dass im Blog [Block] dazu nichts zu finden ist. Dafür gibt es zwei mögliche Gründe:
Erstens, ich bin blogfaul – ja, ich bin Partner einer Sozietät, und selbst wenn ich es wollte, ich hätte nicht die Zeit, um im Blog enzyklopädisches Universalwissen vorzuexerzieren. Kartellblog. ist ein Hobby, nicht mehr. Zweitens, das von Ihnen erforschte Thema ist für die Verbloggung hier nicht geeignet; auch dafür kann es viele Gründe geben.
Ich muss Ihnen daher leider sagen, an den von Ihnen beanstandeten “Lücken” wird sich nix ändern. Dabei sind Ihre Fragen zur Marktabgrenzung der Erkundung per Tätigkeitsbericht durchaus zugänglich. Und im EU-Recht, da gibt es bei der Kommission eine Webseite, die funktioniert ziemlich gut. Versuchen Sie’s, der geografische Markt des Retailbanking ist größer, als Sie denken.
Kartellrecht ist eigentlich eine fiese Angelegenheit. Es geht um viel Geld, signifikante Risiken, und “eigentlich klar” ist so gut wie keines seiner Themen. Kartellrecht ist vieles, aber eine Begriffsübung, das ist es nicht.
Mit herzlichem Gruss
… aber solche Emails schreibt man nicht.
Now, back to antitrust.

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