Kaffee-Kartell

Da das in der Presse teilweise durcheinander ging:

In der vergangenen Woche hat das Bundeskartellamt Bußgelder von insgesamt ca. € 30 Mio. gegen acht Kaffeeröster, zehn Mitarbeiter und den Deutschen Kaffeeverband e.V. verhängt (B 11 – 19/08). Das Kartell bezog sich auf Preisabsprachen (1997 bis 2008) im sog. Außer-Haus-Bereich, d.h. bei der Belieferung von Gastronomie, Hotels, Automatenaufstellern und anderen Großverbrauchern. Das Verfahren wurde nach einem Kronzeugenantrag von Dallmayr eingeleitet. Bei den bebußten Unternehmen handelt es sich um Kraft, Tchibo, Darboven, Melitta, Lavazza, Seeberger, Segafredo und Westhoff. Das Bußgeld für Melitta und Darboven wurde wegen Kooperation im Verfahren reduziert. Sechs der acht Unternehmen haben sich zu einem Settlement bereit erklärt. Hier der Fallbericht des BKartA mit Einzelheiten, auch zur Rolle des Verbandes.

Das vom BKartA im Dezember 2009 mit insgesamt € 159,5 Mio. bebußte Kaffeerösterkartell bezog sich auf Preisabsprachen im Lebensmitteleinzelhandel in den Jahren 2000 bis 2008 (B 11 – 18/08). Das Amt hat Tchibo, Melitta und Dallmayr sowie sechs Mitarbeitern Kartellbußen auferlegt. Das Verfahren wurde nach einem Bonusantrag von Kraft eingeleitet; die Räume von Tchibo, Melitta und Dallmayr wurden im Juli 2008 durchsucht. Alle drei Unternehmen kamen wegen ihrer Kooperation bei der Sachverhaltsaufklärung in den Genuss einer Bußgeldreduktion. Tchibo und Melitta haben Einspruch gegen die Bußgeldbescheide eingelegt. Hier der Fallbericht des BKartA.

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