Auf was man so alles stößt, wenn man bei einem köstlichen Bord-Bistro-Kaffee im Zug sitzt und Zeit hat zu googeln:
Nischenblogs gegen den Trend
… Das sollte aber nicht zu dem Trugschluß führen, dass die Blawgosphäre im Begriff wäre, einzugehen.
Zwar ist man hierzulande von einer vielfältigen Blawglandschaft, wie es sie beispielsweise in den USA gibt, noch weit entfernt. Auffallend ist jedoch, dass sich … immer mehr rechtliche “Special Interest Blogs” finden. Und das ist genau der Trend, der darauf hoffen lässt, dass sich weitere, qualitativ wertige Blawgs etablieren. Und in der Nische kommt es nicht unbedingt auf eine massive Verlinkung in der Breite an – sondern schlicht und einfach darauf, dass das Nischenpublikum auf die Nischenpublikation stößt.
Kollege Krieg in “Blawgs und Lawblogs: Vom Verfall der Werte”, Oktober 2009. Da atmet Kartellblog. tief durch. “Nischiger” (Web > Blog > BLawG > Kartellrecht > Deutsch) geht’s nicht.
In Sachen qualitativer Wertigkeit bin ich befangen. Aber das mit dem Daraufstoßen ist so eine Sache. Der lustigste Suchbegriff, mit dem der Blog bisher gefunden wurde, war “Kampf dem Kapital” – sorry, Fehlanzeige. Wahrscheinlich ist Kartellblog. noch nischiger, als ich dachte.

Hallo Herr Kollege Dr. Zöttl,
zum Thema “abstruse Suchanfragen” kann vermutlich jeder Blawger ein paar Anekdoten erzählen. Bei mir schlagen beispielsweise regelmäßig Besucher auf, die nach Hinweisen zu “Abmahnverein gründen” googlen…
Ein weiteres schönes Beispiel für ein Nischenblog – neben dem Ihren – ist, wie ich finde, das Vergabeblog. Und dass sich auch in der Nische eine gewisse Breitenwirkung erzeugen lassen kann, wird dort zum Beispiel mit dem unter http://www.vergabeblog.de/2010-02-26/vergabebblog/ abrufbaren Beitrag illustriert (ich hoffe, es ist in Ordnung, hier einen Link zu posten).
Herzliche Grüße,
Henning Krieg
Besten Dank. Die Breitenwirkung erscheint mir nicht so wichtig. Sie haben das gut ausgedrückt, Nischenpublikum und Nischenblog. Kartellrechtler würden von “addressable market” sprechen; der ist überschaubar.
Die Begrenzer innerhalb der Nische sind einerseits thematischer Art (Mandate, strategische Interessen der Mandanten), andererseits sprachlicher Art (die wirklich spannenden Themen werden irgendwo zwischen D.C., Brüssel, Bonn und wer weiss wo noch diskutiert).
Macht nichts, ist halt so.