Ein Teil des Transparenzpakets, das die Kommission Anfang Januar 2010 veröffentlich hat, sind Richtlinien dafür, wie der Kommission ökonomisch basierte Beweise vorzulegen sind. Der byzantinische Titel dieser Richtlinien lautet “Best practices for the submission of economic evidence and data collecting in cases concerning the application of Articles 101 und 102 TFEU and in merger cases”. Sie sind hier abrufbar.
Darin heisst es:
The desire to ensure transparency and accountability that guide these best practices apply to all parties involved in proceedings concerning the application of Articles 101 and 102 TFEU and mergers, that is the parties to the case and interested third parties (including complainants), as well as DG Competition.
Das steht unter Rdnr. 6. Auf die Suche nach eigenen Pflichten der DG COMP macht man sich in dem Dokument aber weitgehend vergebens. Zum Beispiel müssen die Parteien der Kommission, aber es muss nicht die Kommission den Parteien den Programmcode zur Verfügung stellen, der zur Replikation einer Datenanalyse erforderlich ist (Rdnr. 32).
“Transparenz und Vorhersehbarkeit” sehen anders aus.

[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von R. Steinhöfel, Johannes Zöttl erwähnt. Johannes Zöttl sagte: Best Practices – mehr Transparenz im EU-Kartellverfahren (III.)?: http://wp.me/pzDPi-HB [...]