Amicus curiae: Frau Zypries schlägt sich auf die Seite der Gegner Googles

Die Bundesregierung (unter Federführung des BJM) hat bei dem U.S. Court of District für den Southern District of New York eine “amicus curiae”-Stellungnahme gegen das “Google books settlement” eingereicht. Zum Hintergrund hat FAZ.net heute einen Artikel.

Frau Zypries, laut Webseite BJM:

Wir hoffen, dass das New Yorker Gericht die Billigung des Vergleichs insgesamt ablehnt oder zumindest unsere deutschen Autoren und Verleger aus der so genannten ‘class’ herausnimmt, damit die Folgen des Vergleichs sie nicht treffen. Die deutschen Rechtsinhaber könnten dann selbst entscheiden, ob und welche Rechte sie Google einräumen.”

Zuvor hatte sich bereits der Börsenverein des Deutschen Buchhandels gegen Google in das Verfahren eingeschaltet eingeschaltet.  Ein PDF des Schriftsatzes kann bei heise online abgerufen werden.

PS 4. Septembner 2009: Bin eben auf einen gedankenvollen Post bei Björn Sievers gestoßen, in dem er schreibt:

Natürlich verschlingt Google Geschäftsmodelle. Doch ist der Konzern deshalb böse? Ich kann das nicht beurteilen. Doch ich bin mir sicher, dass Google vor allem deshalb so erfolgreich ist, weil die Leute, die dort arbeiten, das Internet verstehen – und es am Ende also das Internet ist, das einst gut laufende Geschäfte zerstört (das Internet ist die Webmaschine des 21. Jahrhunderts). Der Konzern ist, wie ein paar weitere Internetunternehmen auch, der lebende Beweis dafür, dass man mit dem Internet sehr viel Geld verdienen kann. Nur in Ausnahmefällen allerdings mit Erlösmodellen, die nach einem Muster aus der Offlinewelt gestrickt sind.

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