EG-Kommission verhängt Kartellbußen von € 131,5 Mio. („Marineschläuche“)
Die EG-Kommission hat Geldbußen von insgesamt € 131 510 000 gegen fünf Konzerne verhängt (Bridgestone, Dunlop Oil & Marine/Continental, Trelleborg, Parker ITR und Manuli). Ein weiteres Kartellmitglied (Yokohama) entging der Geldbuße, weil das Unternehmen als Kronzeuge das Kartell aufgedeckt hatte.
Das Kartell betraf Schläuche, die zur Be- und Entladung von Schiffen mit Rohöl verwendet werden. Nach Auffassung der Kommission hatten die Kartellmitglieder die Preise für Marineschläuche gemeinsam festgelegt, Aufträge und Märkte untereinander aufgeteilt und vertrauliche Geschäftsinformationen ausgetauscht. Die Geldbußen für Bridgestone und Parker ITR wurden wegen der führenden Rolle der beiden Unternehmen um 30 % erhöht. Manuli kam wegen seiner Zusammenarbeit mit der Kommission während der Untersuchung aufgrund der Kronzeugenregelung in den Genuss einer Ermäßigung um 30 %.
Erstmalig wurde im Rahmen der Sachverhaltseremittlung auch eine Privatwohnung durchsucht.
Quelle: Kommission.